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Earth - Der Himmel auf Erden
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Sie öffnete die Augen und betrachtete die untergehende Sonne , die sie mit ihren warmen, hellen Strahlen geweckt hatte und eine laue Sommerbrise streifte durch ihr langes, schwarz glänzenes Haar. Ihre haselnussbraunen Augen reflektierten das schwindene Tageslicht und die weißen Gardienen des Fensters auf dessen Fensterbretts sie saß wehten leicht herum.
Sie musste schon einige Stunden dort verbracht haben , auf der Fensterbank ihres kleines Zimmers im dritten Stock, von dem aus sie das Geschehen auf der Wiese vor dem Haus und der kleinen  ruhigen Straße in der sie wohnte beobachtete. Sie war wohl zuerst in Gedanken versunken und das letzte , an das sie sich erinnern konnte bevor sie eingeschlafen war, war eine kleine schwarze Katze , die eine Amsel über die Wiese jagte.
Die Sonne wich nun dem wunderschönen Abendhimmel und man sah schon ein Paar Sterne am Himmel erscheinen. Sie atmete tief ein und ihr Lung füllte sich mit frischer, klarer Abendluft.
Sie war alleine wie immer , die einzigen , die ihre Gesellschaft pflegten wren die Motten , die im Licht der Laterne neben ihrem Haus tanzten und die Grillen , die unten aud der Wiese die abendliche Geräuschkulisse boten. Alles war friedlich.

Es vergingen noch einige Stunden, wie sie regenungslos auf der fensterbank saß. Sie schaute in die Leere und achtete auf nichts, sie saß einfach nur da, als wäre sie gelähmt, ihre Augen starrten die ganze Zeit nur auf einen Punkt , auf welchen war nicht relevant , denn sie beachtete ihn so wie so nicht. Sie war voll und ganz in Gedanken versunken und wieder schloßen sich ihr Augen und sie verfiel erneut in einen tiefen Schlaf.

15.8.07 14:20


Piep,piep,piep- Der Wecker riß sie unsanft aus ihren Träumen.

Ein noch verschwommenes düsteres Bild baute sich in ihren Augäpfeln auf , die noch viel zu müde waren um sich richtig zu öffnen.

Sie verfluchte den gerade erst begonnenen Tag und stand aus ihrem Bett auf um sich auf wackeligen Beinen ins ungeheizte Badezimmer zu begeben.

Das Wasser fühlte sich an , als käme es direkt aus dem Brunnen im Garten und sie frohr. Das machte sie wacher.

Sie saß eine weile lang frierend auf der Badewannenkante ohne wirklich zu wissen, wieso sie das tat. Sie fragte sich , ob es überhaupt Sinn machte, diesen Tag zu leben, oder ob sie nicht einfach die Augen wieder schließen könnte und weiterträumen könnte , dort , wo sie zuletzt aufgehört hatte.

Nein- das war unmöglich.

Und so raffte sie sich auf , zog sich an und machte sich in Eile ein Paar Brote für die Schule, schmiß diese in ihren Rucksack und beeilte sich rechtzeitig zum Bus zu kommen.

Ihre Musik dröhnte in ihren Ohren und sie beförderte sie in eine Art Rauschzustand. Sie war auf einmal wieder in ihrer Welt, diese ,die sie mochte. Wo niemand ihr irgendwas sagen konnte und niemand da war , der ihr schaden wollte.Sie stand nun an der Bushaltestelle, in ihr spielte diese Musik , sie genoß jeden Ton und jedes Wort. Der Bus kam und sie stiegt mit schmerzenden Gliedern und einem zittigen Gefühl in den Bus. Der Bus war voll und sie fühlte sich auf einmal komisch. Die Musik war auf einmal Nebensache und sie wurde in den kalten klaren Frühlingsmorgen zurückgerissen.

Sie spührt jeden einzelnen Blick auf ihrer Haut , die Leute starrten sie an , es war unerträglich aber sie war ohnmächtig etwas dagegen zu tun .Ihre hastigen Blicke suchten einen Platz , wo sie möglichst ungestört und alleine sein konnte , doch sowas ist in einem vollen Bus schier unmöglich.Am liebsten hätte sie ihren Rucksack aufgemacht , wäre hinein gekrochen und hätte ihn von innen verschloßen.

Sie entschloß sich stehen zu bleiben und versuchte erneut in ihren Träumen zu versinken.

Sie guckte aus dem Fenster und schaute sich die wunderschönen bauschigen Quellwolken an dem strahlend blauen Himmel an. Die zogen einfach so vorbei ohne Notiz davon zu nehmen , was unter ihnen geschah. So wollte sie auch gerne sein, sie wünschte sich ,d ass es ihr egal sei , dass andere sie anzugucken schienen und dass andere über sie lästerten , dass es sie einfach nicht interessierte , was sie sagen und dass sie einfach für sich sein konnte.

Der Bus fuhr an die Endhaltestelle und alle stiegen aus. Es erinnerte sie ein bisschen an einen Ameisenhaufen , der sich rücken an Rücken aus dem Bus drängte, so als würden sie auf der Flucht sein.

Ein kühler Windhauch fuhr ihr durch ihre schwarzen langen Haare und sie machte sich auf den Weg dahin, wo sie nie sein wolle.- Die Schule.

Mit einem flauen Gefühl in der Magengegend begab sie sich mit musikalischer Unterstützung auf den Schulweg. Er kam ihr kurz vor ,als sie an der Schule ankam. Sie öffnete die große rote Tür des Haupteingangs und nahm sofort den modrigen Geruch der Schule war. Ein Grauen fuhr ihr durchs Gemüt. Sie blieb kurz stehen und sammelte sich.

Erste Stunde.

Mathematik.

Sie hasste alle Fächer in der Schule aber Mathematik übertraf bei weitem alles. Mit langsam ansteigenden Aggressionen stieg sie die Treppe hinauf ohne wirklich einen Sinn dafür zu finden. Aber sie musste funktionieren, funktionieren wie jeder andere Schüler es mehr oder weniger auch tat. Sie war nun in der Klasse angekommen ohne irgendjemanden dort guten Morgen gesagt zu haben , denn was sollte an diesem Morgen auch schon gut sein , dachte sie sich und kritzelte wortlos auf ihrem Matheheft herum.Sie wünschte sich jetzt ihre Musik da zu haben um einfach abzuschalten.

Auf einmal knallte die Tür.

Sie wusste genau, wer gerade den Raum betreten hatte, sogar ohne hinzugucken, alleine an der Art wie die Tür ins Schloß flog. Ein merkwürdiges Gefühl machte sich in ihr breit. Es war eine Mischung aus Aggressionen, Angst und Ohnmächtigkeit.

Ihr Mathelehrer eröffnete seine Unterrichtsstunde in seiner jedesmal monoton arroganten Art, die sie einfach hasste, genauso wie seinen Unterricht, Ihn und das Fach ,dass er unterrichtete. Ihr Hände waren zu Fäusten geballt und sie war so angespannt, dass man ihr das am Blick ablesen konnte. Hasserfüllt musterten ihre Augen diesen Lehrer. Genau diesen , den sie gerne aus dem Fenster werfen würde und genau diesen , dessen Gelaber eine Belästigung für ihre Ohren darstellte. Es ging alles an ihr vorbei ,sie konnte seiner Stimme einfach nicht zuhören und wenn sie ehrlich war , wollte sie das auch gar nicht. Ihre schlechte Laune im Coktail mit den Aggresionen, ihrem Selbsthass und dem Unsinn ,den sie in all dem hier sah, brachte sie dazu eine neue Dimension von unvorstellbaren Hass auf alles um sie herum zu entwickeln. Es klingelte und sie war heilfroh , dass diese Stunde endlich ein Ende hatte und rannte auf Toilette. Sie zitterte. Sie hielt es nicht mehr aus. Tränen standen in ihren schwarz geschminkten Augen. Sie hörte unbewusst die Stimmen anderer Mädchen. Ihr Körper bebte vor Wut und schließlich zog sie eine Rasierklinge aus ihrer Schultasche. Gut versteckt in einer Tacxhentuchpackung hatte sie sie immer dabei, falls sie Trost brauchte. Mit feuchten zittrigen Händen setze sie an. Sie wusste , dass das , was sie dort gearde tat nicht richtig war und doch tat es ihr in diesem Moment so gut. Ein stechendes Gefühl trieb ihr Tränen in die Augen . Als die Klinge sich sanft an ihre Haut schmiegte , wie ein Freund, der sie in den Arm nahm. Es wurde warm um sie herum. Alles irreal . Wie ein Junky auf einem Tripp. Dunkelrotes wunderschönes Blut trat aus dem kleinen zarten Schnitt hinaus und ihr Körper schrie nach mehr. Nochein Schnitt. Und noch einer. Ihre Seele war frei , frei von Gedanken und es ging ihr unheimlich gut. Alles um sie herum wurde still und es störte sie nichteinmal , dass es schon geklingelt hatte und das Blut immernoch in verschiedenen Bahnen pausenlos ihren Arm hinunterlief. Im Gegenteil. Sie beobachtete das Blut. Krank. Sie dachte an nichts und sie hatte den stand erreicht , den sie sich vorhin im Bus noch gewünscht hatte. Alles war ihr egal. Alles machte nun einen Sinn, sie genoß ihren Zustand in vollen Zügen.

Sie saß dort eineinhalb Stunden und hatte demeinsrechend alles verpasst, was in dieser Zeit gelaufen war, doch es war ihr egal. Es war auch allen anderen egal gewesen , denn sie war wie unsichtbar. Niemand hatte nach ihr gefragt, nichtmal die Lehrer nahmen ihr Fehlen war. Ein matter gleichgültiger Zustand machte sich in ihr breit und sie lebte den ganzen Tag in ihrer Welt. Als sie Mittags nach Hause kam- sie wusste ncihteinmal , wie sie dorthin gekommen war- verzog sie sich in ihr Zimmer und bemerkte ihr misshandeltes, brennendes Handgelenk. Sie war müde und erschöpft und so legte sie sich ins Bett und es war ihr egal , dass es etwas zu essen gab , genauso , wie es ihr egal war , dass eine "Freundin " angerufen hatte und genauso wie es ihr egal war ,d ass sie mal wieder einen Tag verschwendet hatte . Aber sie hatte diesen Tag überlebt. Sie schlief ein ....

16.8.07 15:27


Sie wusste nicht , wo sie hinwollte , sie wolte einfach nur weg. Hastig ging sie die kleine straße entlang , dessen Ende sie nicht kannte. Die Straße war unbefahren und ziemlich abgelegen und ruhig . Die Straße wurde immer breiter und sie konnte weit in die ferne schauen,ohne ein Ende dieses Weges ausmachen zu können.

Ihr Schritte wurden schneller. Sie waren hasserfüllt und zugleich durch eine Mischung von Trauer und Verzweiflung bestimmt.

Heiße Tränen floßen ihre roten Wangen hinunter und tropften unbeachtet auf den Boden.

Ein warmer frühsommerlicher Wind wehte durch ihre schwarzen langen Haare und ihr Gesicht schien im Sonnenlicht fast weiß zu leuchten.

Die Musik dröhnte in ihren Ohren, dass es schmerzte und sie ging ohne weiter einen Gedanken an das , was um sie herum geschah zu verschwenden,weiter und weiter. Sie hatte nur das im Kopf, was ihre Mutter ihr eben an den Kopf geworfen hatte und an das , was ihr beste Freundin an sie geschrieben hatte im Chat.

Der Chat.

Das war das Problem der anderen. Ihres nicht. Sie hasste es wenn man ihr sagte , sie solle nicht so lange an "dem Ding" sitzen oder mal wieder rausgehen um etwas zu unternehmen. Was sollte sie denn schon unternehmen?

Ihr tollen Freunde, wenn man sie so schimpfen mag , hatten doch so wie so nie Zeit und wenn dann gammelten sie doch bloß sinnlos irgendwo rum. Das konnte sie auch alleine.

Ihre Schritte wurden schneller und mit jedem Schritt wurde ein Stück Wut in Erschöpfung umgewandelt. Sie bekam keine Luft mehr , weil sie so weinen musste.

Resignierend setzte sie sich auf einen Stein am Rand der Straße. Sie hielt sich die Hände vors Gesicht und die Tränen liefen ihre Arme hinunter.und ihr Gesicht glühte.

Ein Auto kam vorbei, wurde langsamer, sie würdigte dem neugierigen Meenschen hinter dem Steuer keines Blickes und das Auto setzte seine fahrt fort.

Sie schaute mit schmerzenden Augen auf und sah, wie das Auto in der ferne verschwand und nichts als eine staubwolke hinterlies.

Das erinnerte sie an ihr Leben. Leute traten in ihr Leben, benutzen sie und hinterliesen in ihrem Kopf ein Chaos ohne dies auf irgendeine Art und Weise zu realisieren und verschwanden dann für immer in der Ferne. Sie schnappte nach Luft und rieb sich die Augen.

Sie hatte nun auf einmal genug von weinen, denn das hatte auch nicht mehr Sinn. Also konnte sie es nun lassen und all der schmerz und die Trauer waren fast wie weggeblasen.

Sie stand auf und setzte ihren Weg fort.

Ihre Knie waren nun nichtmehr kraftvoll vor Wut sondern sie zitterten resegnierend. Der Wind trocknete ihre Tränen, sie schloß die Augen um den Wind zu spühren. Sie genoss es. Sie drehte sich um und sah nichts außer die Straße und den Abgrund neben ihr sie dreht sich wieder nach vorne und dort machte sich kein anderes Bild breit. Sie setzte sich wie ferngesteurt auf die asphaltierte Straße. Nun saß sie da im Schneidersitz, mitten auf der Straße. Sie fühle den heissen Asphalt und schaute den Abgrund hinab. Sie fühlte sich wie verzaubert. Es war so wunderschön in diesem Moment. So als hätte ihr jemand ein Mittel verabreicht, dass sie alles schön findet. Eigentlich wollte sie nur darauf warten , dass ein Auto vorbeikommt und sie übersieht aber nun war es auf einmal viel mehr. Ein Schmetterling flog an ihr vorbei und genauso schwerelos schien sie zu sein. Sie zog ihre Schuhe aus und legte sich hin, mitten auf die Straße und beobachtete den Himme, an dem sich Quellwolken breit machten. Es erinnerte sie an eine Herde von Schafen und der Himmel war deren Weide. Sie träumte eine Weile vor sich hin.Es war als würde ihre Seele den Körper verlassen und sich zu den Schafen auf ihrer Weide gesellen.Sie hätte ein Teleskop gebruacht um auf ihre Hülle unten auf dem Boden schauen zu können , so weit oben war sie. Aber da sie nicht vorhatte dieses Teil dort unten zu beobachten gab sie sich nun ganz den wolken , dem wind und der sonne hin, und sie merkte nichteinmal , dass ihr Körper sich bereits in Richtung zuhause auf den Weg gemahct hatte.

16.8.07 15:29


Sie saß dort und weinte.
warum sie weinte?-Sie hatte keine Ahnung, denn es war zuviel weswegen sie hätte heulen können. Sie fühlte wie sie mit voller Geschwindigkeit einen Berg hinunterlief und sie wusste auch dass sie am Ende nicht einfach stehen bleiben konnte , sondern sie würde fallen und sie fragte sich, ob sie nochmal aufstehen würde.
Sie fühlte sich so alleine. Sie war alleine. Alles war so kalt und dunkel. Kein Licht. Ein kalter Windhauch zog durch ihr Zimmer und sie merkte wie sie Gänsehaut bekam.
Tränen liefen ihr Gesicht hinunter und sie vermisste ihn. Sie konnte das nicht aber sie musste. Sie konnte nicht alleine sein. Nein , sie hatte es schlicht und einfach verlernt, sie hatte sich in der letzten Zeit zu geborgen gefühlt , als dass sie dieses schöne Gefühl hätte ablegen können. Unaufhaltsam dachte sie im Kreis. Und dieser Kreis drehte sich nur um ihn. Sie schluchtzte und erschreckte sich dabei vor sich selber, weil sie sich darauf konzentriert hatte, alle Erinnerungen, die sie an ihn gesammelt hatte zu konzentrieren und so ein stabiles Traumbild aufrecht zu erhalten. Sie sah ihn auf einmal vor sich. Er kam auf sie zu. Ihr wurde auf einmal warm und sie fühlte wie geschätzt eine Millionen Schmettelinge in ihrem Bauch flatterten und sie fing an zu lächlen. Er war so wunderschön, wie er da auf sie zukam. Lächelnd kam er immer näher und es war fast so als würde sie seine Küsse wirklich fühlen, als seine Lippen sie berüheten.Ihr Herz schlug Purzelbäume und ihr Tränen wandelten sich in Freudentränen. Sie genoß ihren Traum, bis sie hart in die Wirklichkeit zurückkommen musste, weil ein Auto auf der Straße vor ihrem Haus bremste und die Reifen ein unaushaltbares Quietschen auslösten. Sofort wechselten sich die Freudentränen mit den Trauertränen. Sie war so traurig , er war nicht da , er war einfach nur ein Bild in ihrem Kopf und sie konnte nichts daran ändern. Sie weinte leise und unbemerkt , bis sie erschöpft und mit aufgequollenden Augen einschlief.

24.8.07 23:14


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